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Katharina Naya ist im Büro für kommunale
Prävention

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der Stadt Augsburg tätig. Dort koordiniert
sie

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00:00:14.550 --> 00:00:19.776
die Präventionsstrategie Communities that
care Communities that care

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00:00:19.860 --> 00:00:22.385
als Präventionsstrategie. Was bedeutet das
denn?

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00:00:22.469 --> 00:00:25.206
Dass Kommunen sich kümmern? -Community Care

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ist eine evidenzbasierte Strategie. Kommunen,
die sich kümmern, bedeutet,

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00:00:29.459 --> 00:00:32.796
dass sie die Präventionsarbeit passgenau auf
die Bedarfe der Kinder

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00:00:32.880 --> 00:00:36.299
und Jugendlichen ihrer Stadt, ihrer Kommune
anpassen möchten.

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00:00:37.439 --> 00:00:41.400
Und wie genau funktioniert das? Wie setzt das
die Stadt Augsburg um?

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Genau der Rahmen von Ttc. Diese Strategie beinhaltet
einmal

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eine Schülerinnen und Schüler Befragung.
Diese wird

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00:00:48.240 --> 00:00:52.746
in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
Anhand den Ergebnissen

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00:00:52.830 --> 00:00:57.186
kann dann mit der Arbeit gestartet werden.
Die Risiko und Schutzfaktoren,

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die da herauskommen, werden priorisiert. In
Augsburg haben wir dafür

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00:01:01.000 --> 00:01:05.000
sind wir in drei Stadtteilen Dateien aktiv
haben dort Datei Teams,

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00:01:05.000 --> 00:01:09.000
mit denen wir arbeiten und erarbeiten zusammen
einen Aktionsplan.

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00:01:09.000 --> 00:01:12.000
Welche Risiko und Schutzfaktoren müssen bearbeitet
werden?

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00:01:12.000 --> 00:01:15.000
Was sagt einmal die die wissenschaftliche Grundlage

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00:01:15.000 --> 00:01:18.000
der Befragung? Und wie sagen die Praktikerinnen

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00:01:18.000 --> 00:01:21.000
und Praktiker? Wie ist das Gefühl aus der
Praxis,

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00:01:21.000 --> 00:01:23.000
die Erfahrung mit den Kindern und Jugendlichen?

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00:01:23.000 --> 00:01:27.000
Und wie muss die Präventionslandschaft dann
angepasst werden

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00:01:27.000 --> 00:01:31.000
in dem jeweiligen Stadtteil? -Und was ist so
der Vorteil gegenüber,

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00:01:31.000 --> 00:01:34.000
ich sage jetzt mal so herkömmlicher Präventionsarbeit

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00:01:34.000 --> 00:01:37.000
im Bereich Kinder und Jugendliche? -Also da
fällt mir gleich

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00:01:37.000 --> 00:01:41.000
ein Zitat einer Schulleitung ein, die in einem
Stadtteil mitarbeitet,

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00:01:41.000 --> 00:01:45.000
die sagt mit Communitycare haben wir die Erfahrung
gemacht

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00:01:45.000 --> 00:01:49.000
oder haben gelernt. Viel hilft nicht viel,
sondern wir müssen schauen,

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00:01:49.000 --> 00:01:52.000
was bewegt die Kinder und Jugendlichen, was
sind die Bedarfe

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00:01:52.000 --> 00:01:56.000
und wo müssen wir ansetzen? Und auch genau
darauf zu schauen,

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00:01:57.000 --> 00:02:00.000
welche Programme setzen wir ein im Präventionsbereich

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00:02:00.000 --> 00:02:05.000
und welche Präventionsprogramme sind wirksam,
weil die Erfahrung auch ist

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00:02:05.000 --> 00:02:07.000
es wird so die Gießkanne gemacht. Jeder macht
etwas.

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00:02:07.000 --> 00:02:09.000
Keiner weiß so richtig, was der andere tut.

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00:02:09.000 --> 00:02:14.000
Und wie können wir das einfach zielgerichteter
einsetzen?

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00:02:16.000 --> 00:02:19.000
Der Hut ist bei der Stadt Augsburg für das
Programm.

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00:02:19.000 --> 00:02:22.000
Wer arbeitet denn dann da noch mit? -Genau
das.

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00:02:22.000 --> 00:02:26.000
In Augsburg hat das eine besondere Organisation

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00:02:26.000 --> 00:02:30.000
neben mir als Koordinatorin für City habe
ich eine City Fachgruppe.

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00:02:30.000 --> 00:02:34.000
Wir arbeiten Dienststellen übergreifend zusammen
mit dem Amt

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00:02:34.000 --> 00:02:36.000
für Kinder, Jugend und Familie, mit der präventiven
Kinder

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00:02:36.000 --> 00:02:38.000
und Jugendhilfe und der Jugendhilfeplanung.

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00:02:38.000 --> 00:02:41.000
Dann eine Kollegin von der Schulentwicklungsstelle

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00:02:41.000 --> 00:02:44.000
aus dem Referat für Bildung und Migration
und einem Kollegen

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00:02:44.000 --> 00:02:47.000
aus dem Amt für Statistik, der eben unser
Zahlenmensch ist

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00:02:47.000 --> 00:02:50.000
und einfach da auch noch mal eine andere Expertise
mit einbringen.

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00:02:51.000 --> 00:02:55.000
Und dann haben wir zusätzlich zu dieser Stadtverwaltung
Perspektive,

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00:02:55.000 --> 00:02:59.000
die zieht diese Stadtteilteams, die bestehen
dann aus den Akteurinnen

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00:02:59.000 --> 00:03:02.000
und Akteuren vor Ort. Das heißt, die Schulleitungen
sind dabei

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00:03:02.000 --> 00:03:06.000
die Familienstützpunkte, die Mehrgenerationen
Treffpunkte,

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00:03:06.000 --> 00:03:08.000
die Schulsozialarbeit, Kinder und Jugendliche

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00:03:08.000 --> 00:03:13.000
auch selbst die offene Jugendarbeit und auch
die Jugendbeamten der Polizei.

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00:03:14.000 --> 00:03:16.000
Wir sitzen dann alle an einem Tisch und das
ist auch

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00:03:16.000 --> 00:03:21.000
ein maßgeblicher Vorteil von Ttc, der auch
schon nachgewiesen ist,

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00:03:21.000 --> 00:03:24.000
dass es die Zusammenarbeit im Stadtteil enorm
verbessert.

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00:03:25.000 --> 00:03:27.000
Jetzt könnte man sich ja fragen Warum setzen
das nicht

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00:03:27.000 --> 00:03:30.000
andere Gemeinden auch um? Was würden Sie sagen?

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00:03:30.000 --> 00:03:32.000
Welche Herausforderungen sind damit auch verbunden?

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00:03:33.000 --> 00:03:37.000
Ja, die Herausforderung ist es definitiv, einmal
das Verständnis von Prävention

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00:03:37.000 --> 00:03:39.000
und manchmal auch die fehlende Lobby für Prävention.

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00:03:40.000 --> 00:03:43.000
Also was bringt uns das? Natürlich, weil die
Effekte,

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00:03:43.000 --> 00:03:47.000
die man sieht, wenn die Aktionspläne dann
umgesetzt werden,

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00:03:47.000 --> 00:03:50.000
es Erfahrungsgemäß dauert das einfach eine
längere Zeit.

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00:03:50.000 --> 00:03:54.000
Man spricht da so um so drei Befragungszyklen,

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00:03:54.000 --> 00:03:57.000
also ungefähr sieben Jahre. Das heißt, es
geht manchmal vielleicht

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00:03:57.000 --> 00:04:01.000
nicht schnell genug, aber Prävention braucht
halt eben seine Zeit.

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00:04:02.000 --> 00:04:07.000
Und deshalb ist es da zentral, einen langen
Atem zu haben.

